Geistige Erschöpfung und Burnout
In der heutigen Zeit leiden viele Menschen durch Überbelastungen im Beruf und dem Privatleben an geistiger und körperlicher Erschöpfung. Die Verhaltensweisen der Betroffenen sind sehr individuell ausgeprägt. Viele ziehen sich zunehmend auf dem sozialen Leben zurück und erleiden depressive Episoden bis hin zu Apathie oder Depressionen. Andere Menschen, vor allem Männer, reagieren auf diese Überbelastungen in der anfänglichen Zeit mit vermehrter Aggression gegen die Außenwelt. Das völlige Ausgebranntsein wird mit dem Krankheitsbild Burnout-Syndrom assoziiert. Burnout ist heute ein häufig vorkommendes Krankheitsbild, das alle soziale Schichten betreffen kann und früher als Manager-Krankheit bekannt wurde. Man schätzt, dass alleine durch das Burnout-Syndrom im Jahr 2008 rund zehn Millionen Krankheitstage angefallen sind. Emotionale und geistige Erschöpfung sind kennzeichnende Symptome des Burnouts. Viele Betroffene sind permanent Müde und können trotzdem nicht schlafen. Eine innere Unruhe treibt die Betroffenen oft im Anfangsstadium um. Aus dem Burnout-Syndrom können sich weitere psychische Krankheitsbilder entwickeln, zum Beispiel Apathie, Depressionen oder Angstzustände. Die Grenzen zwischen akuten Erschöpfungszuständen und dem Krankheitsbild Burnout sind dabei fließend. Oft liegt medizinisch eine Störung des Hormonsystems vor. Es gibt zahlreiche Symptome, die als Warnhinwiese interpretiert werden können, zum Beispiel: Hyperaktivität, Fokussierung und übermäßiges Engagement für ein Ziel, Schlaflosigkeit, Konzentrationsschwäche, sozialer Rückzug oder auch Schindel. Persönliche Schuldzuweisungen und Verzweiflung treten als emotionale Reaktionen oft auf.
Fachärzte oder Psychologen können anhand bestimmter Fragebögen das Burnout-Syndrom näher diagnostizieren. Es gibt zum Beispiel das Messinstrument Maslach Burnout Inventory (MBI). Hier werden über 25 Fragen eine erste Diagnose zum Syndrom eingeleitet. Es gibt heute zahlreiche Therapieansätze, um das Burnout-Syndrom zu bekämpfen, unter anderem geht es auch um Prozesse im Arbeitsschutz. Die Intervention oder Prävention muss immer sehr individuell gesehen werden. Die ehrlichen Selbstdiagnosen spielen hierbei eine wichtige Rolle. Das Spektrum der Hilfemaßnahmen ist sehr breit und umfasst individuelle und organisatorische Maßnahmen. Zu den Hilfeangeboten gehören zum Beispiel die Psychotherapie, Zeitmanagement-Hilfen, Entspannungsverfahren, die Identifikation der Stress-Quellen oder Aktivierungsverfahren. Eventuell können auch alternativmedizinische Präparate sinnvoll sein. Man kennt zum Beispiel in der Homöopathie bestimmte Präparate gegen geistige Erschöpfung. Es gibt auch zahlreiche pflanzliche Präparate, die zur Unterstützung der Therapie oder der Prävention sinnvoll sein können, zum Beispiel versucht man mit spezifischen psychotropen Pflanzenheilmitteln eine Stimmungsstabilisierung zu unterstützen.
Die Therapieansätze bei Burnout sind sehr individuell geprägt. Die Therapie mit Psychopharmaka ist nur unter ärztlicher Aufsicht durchzuführen. Oft setzt man Medikamente wie Antidepressiva nur zeitlich begrenzt ein, um akute Symptome wie Angstzustände oder Schlafstörungen zu behandeln. Die medikamentöse Behandlung bei Burnout ist aber umstritten und muss immer sehr individuell im Krankheitsbild gesehen werden. Heute findet man im Netz zahlreiche Informations- und Hilfeportale für das Burnout-Syndrom.
Wichtige Hinweise: Informationen aus diesem Portal sollten Sie niemals als alleinige Quelle für gesundheitsbezogene Entscheidungen verwenden! Genannte Anwendungsgebiete erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und ersetzen keine ärztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden fragen Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker! Nehmen Sie niemals Medikamente oder auch Heilkräuter ohne Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein! Trotz größter redaktioneller Sorgfalt und ständiger Qualitätskontrolle können medizinische Aspekte in den Artikeln falsch interpretiert sein.
Informationen zu den Themen der sanften und alternativen Medizin bekommen Sie hier.